понедельник, 28 ноября 2011 г.

Vorläufige Erforschung der Vorräte auf dem arktischen Festlandsockel. Ergebnisse der geologischen Erkundung

Russland ist in der neuen Phase der Erschließung von der Arktis und macht seine ersten Schritte auf diesem Gebiet. Bisher war die Ausbeutung der Ressourcen in dieser Region aus verschiedenen Gründen eingeschränkt, darunter auch aus mangelnden Investitionen. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass in der nächsten Zukunft die Arktis eine der wichtigsten industriellen Drehscheiben sein wird. Im Küstenmeer und in der Tiefsee wurden die größten Vorkommen an Kohlenwasserstoff entdeckt. Laut den vorhandenen Angaben betragen die Vorkommen im Norden von Jamal, auf der Gydansk Halbinsel, in der Obbucht und in der Tasow Halbinsel sowie auf dem Festlandsockel der Karasee bis zu 7 Milliarden Tonnen. Der Weltkampf um die arktischen Ressourcen ist schon ausgebrochen.

Russland hat die günstigste geografische Lage unter den Anrainerstaaten und sollte die Chance ausnutzen, um seine Zukunft strategisch zu sichern. Das werden die Vorkommen in der Schelfzone und das arktische Verkehrssystem gewähren. Bei der Erschließung der Arktis ist die Kontrolle über die Versorgungswege entscheidend. Wichtig ist nicht nur wer die Ausbeutung steuert, sondern auch wer die Rohstoffe befördert. Im Barentssee wurden bisher elf Öl- und Gasvorkommen entdeckt. In der Schelfzone der Karasee wurden zwei Vorkommen an Gaskondensat entdeckt – die Gasfelder Russanowsk und Leningrad. Die beiden Gasfelder sind einzigartig. Außerdem wurden einige Gasvorkommen in der Obbucht und Tasow Bucht entdeckt. Diese Erdöl- und Erdgasfunde werden die Basis für die neuen Zentren der Öl-und Gasförderung Russlands schaffen. Die Meeresgewässer über dem ost-arktischen Festlandsockel, vor Allem die Ostsibirische See und die Tschuktschensee sind am wenigsten erforscht. Deshalb sind auch die geologischen Modelle von diesem Teil der russischen Arktis sowie die damit verbundenen zahlenmäßigen Bewertungen der Kohlewasserressourcen nur annähernd, aber nicht desto weniger trächtig. Über die Vorkommen an Rohstoffen erzählt der Stimme Russlands Prorektor für internationale Angelegenheiten der Russischen Staatlichen Gubkin-Universität für Erdöl und Gas, stellvertretender Präsident des Vollzugsausschusses des Welt-Erdöl-Rates Anatolij Solotukhin. 


Solotukhin: Wenn man von den Ressourcen dieser ehemaligen strittigen Zone der Barentssee spricht, muss man die Vorkommen an Kohlewasserstoffen hervorheben. Laut den russischen Bewertungen lagern dort ca. 6,8 Milliarden Tonnen Ölequivalent. 



Andreew: Und wenn man das im prozentualen Anteil von dem, was schon vorhanden ist, berechnet? 



Solotukhin: Wollen wir das mit dem Stockmann Projekt vergleichen. Der Stockmann Projekt hat 3,8 Milliarden Tonnen Ölequivalent. In der Barentssee lagern fast doppelt so viel Ressourcen. Was macht sie so aussichtsreich? Erstens, befinden sich diese Vorkommen in der Nähe von der Küste, viel näher, als 550 Kilometer, was technisch und technologisch gesehen von Vorteil ist, weil man die Rohstoffe an die Küste problemlos befördern kann. 


Zweitens, ist die Stelle, wohin man die Kohlenwasserstoffe liefern wird, Teil der Küste mit ihrer Infrastruktur. Das heißt also, dass die Realisierung dieses Projekts wesentlich weniger Investitionen im Vergleich zum Stockmann Projekt erfordert. 

Damit will ich nicht sagen, dass der Stockmann Projekt nicht umgesetzt wird. Es ist bekannt, dass Europa diese Gaslieferungen braucht. Die Nachfrage wird immer steigen. Bis zum Jahr 2015 wird dieser Bedarf stark zunehmen und bis zum Jahr 2030 wird Europa in höherem Grade von den Gaslieferungen abhängig sein. Das russische und russisch-norwegische Gas liegt am nächsten. Unsere Aufgabe besteht darin, unser Gas attraktiver zu machen, nicht weniger attraktiv, als das Gas von Katar, wo es keine Eisberge und Eisbedingungen gibt. Das ist also unsere erste Aufgabe. Diese Vorkommen an Kohlenwasserstoffen sind trächtig. 

Zweitens: Genau so wichtig ist das fischwirtschaftliche Potential dieser Region. Das sind dorschartige Fische – die größte Familie der Knochenfische in der Welt. Genau diese Fischregion im Norden der Barentssee gehört zur streitgegenständigen Region. 

Drittens, der Kulturaustausch zwischen Russland und Norwegen ist verträglich verankert. Das ist auch eine große Ressource. Unsere zwei großen Staaten sollten nicht von einander trennen. Die einheimische Bevölkerung, die um die Grenzstadt Kirkens lebt hat ihr eigenes Dialekt und verständigen sich ganz gut. Die Menschen da müssen sich gar nicht um das Visum kümmern, sie überqueren die Grenze zu Fuß und jeder kennt jeden. Sie leben in einer Gemeinschaft und haben gemeinsame Interessen. Wir hoffen sehr, dass die Beziehungen zwischen Russland und Norwegen, mit der Zeit ähnlich aussehen werden. 

Es ist wichtig, dass wir unser kulturelles Erbe, Traditionen, Lieder und Volkslore austauschen. Das steht in dem Vertrag über die Zusammenarbeit, der von unserem Präsidenten und dem norwegischen Premierminister unterzeichnet wurde. 


Kuklin: Innerhalb des Festlandteils der Arktis lagern einmalige Vorkommen darunter auch prognostische Vorräte an Nickel, Zinn, Platinmetallen, agrochemischen Erzen , seltenen Metallen und Erdmetallen. Dort gibt es auch große Vorräte an Gold, Diamanten, Wolfram, Quecksilber, Eisenmetalle, optischen Rohstoffen und Dekorationssteinen. Die meisten Mineralrohstoffe der Arktis sind im Nordteil der Kolaprovinz konzentriert. Dort gibt es Platinmetalle, Kupfernickel, Titan, Tantal, Niobium, Erdmetalle, Eisen, Phosphor, Polymetalle, Fluorit, Chrom, Mangan, Gold und Diamanten. Im Norden von Taimyr-Norilsker Gebiet gibt es Kupfernickel und Platinmetalle. In Maimetscha-Kotuisker und Udschin Gebieten wurden Phosphor, Eisen, Niobium, Platinmetalle und Diamanten entdeckt. In dem Taimyr-Sewernaja Zemlja Gebiet wurden Gold, Glimmer, Molybdän, Wolfram, Chrom, Vanadium und Polymetalle entdeckt. Im Anabarsker Gebiet und Jakutien gibt es Diamanten, Eisen und seltene Metalle. Im Werkhojansker und Jano-Tschukschengebiet gibt es Zinn, Gold, Quecksilber, Wolfram, Kupfer, Molibdän, Silber, Platin- und Polymetalle. 


In der Arktischen Zone wird 91 Prozent Erdgas und 80 Prozent Gas der industriellen Kategorien (von den gesamten russischen erkundeten Gasfeldern) gefördert. Neben dem kohlenhydrathaltigen Rohstoff gibt es im Arktischen Gebiet — auf der Halbinsel Kola, Taimyr, der Tschuktschenhalbinsel, in Jakutien und Norilsk Vorräte an Apatitenkonzentrat (über 90 Prozent), Nickels (85 Prozent), Kupfer (zirca 60 Prozenten), Wolfram (mehr als die Hälfte), Erdmetalle (über 95 Prozent), Platinmetalle (über 98 Prozent der Vorräte), Zinn (über 75 Prozent der erkundeten Vorräte), Quecksilber (die erkundeten Hauptvorräte lagern innerhalb der Jano-Tchukotskijer Provinz, die Riesenvorkommen - auf der Halbinsel Taimyr), die Vorräte an Gold, Silber (über 90 Prozent), Diamanten (über 99 Prozent - auf dem Territorium Jakutiens, im Gebiet Archangelsk und Taimyrer autonomen Bezirk). Im Schoß der Arktis lagern auch die in Russland mangelnden Erze: Die wichtigsten Vorkommen von Mangan - auf Nowaja Semlja, von Chrom - im Jamalo-Nenezki autonomen Bezirk und auf Murman, von Titan - auf der Halbinsel Kola. Es wurde festgestellt, dass es auf dem Festlandsockel und den Inselgruppen große Vorräte an Schuttzinn, Gold, Diamanten, Mangan, Polymetallen, Silber, Fluorit, Dekorationssteinen und Halbedelsteinen gibt. Es gibt Voraussetzungen für die Entdeckung von Vorkommen an endogenem Gold, Erdmetallen, Kupfer, Phosphaten, Eisen und anderen Rohstoffen. Besonders reich ist die Arktis an Nichteisenmetallen, sagt unser Gast Prorektor für internationale Angelegenheiten der Russischen Staatlichen Gubkin-Universität für Erdöl und Gas, stellvertretender Präsident des Vollzugsausschusses des Welt-Erdöl-Rates Anatolij Solotukhin. 


Solotukhin: Die Arktis regt alle auf, sie ist anziehend. Das ist ein unberührtes Naturgebiet. Hier lagern nicht nur Riesenvorkommen von Kohlenwasserstoffen und Polymetallen, sondern auch seltene Rohstoffe, Erdmetalle. Die Liste der Ressourcen ist ziemlich lang. 


Außerdem ist die Arktis eine einmalige Plattform für die Prüfung der Klima-, Temperatur- und Luftmassenveränderungen. Für die grundlegende Wissenschaft ist diese Region auch äußerst interessant. 

Welche Fragen hat man in der letzten Zeit behandelt? Das waren Fragen, die mit den zwei Veranstaltungen zusammenhängen, die dieses Jahr von Russland durchgeführt werden. Erstens ist das die internationale Konferenz der subarktischen Staaten im Rahmen der von dem russischen Sicherheitsrat organisierten Überführung durch die Nordostpassage mit dem Atomeisbrecher Jamal. Zweitens ist das das Zweite internationale Forum „Arktis – ein Territorium des Dialogs“. 

Dieses Forum bestätigt die Behauptung, dass unfriedliche Mittel zur Regelung strittiger Fragen nicht konstruktiv sind: alle Staaten werden in diesem Streit eine Niederlage erleiden. Diese Probleme kann man nur mittels Verträge, Verhandlungen und friedliche Diplomatie lösen. Ein friedlicher Dialog ist das zentrale Thema des nächsten Arktischen Forums. 


Kuklin: Experten behaupten, dass es in der Arktis 90 Milliarden Barrel Erdöl und 47 Billionen Kubikmeter Erdgas gibt. Der arktische Kontinentalschelf kann etwa ein Viertel aller Schelfvorräte von Kohlenwasserstoffen der Welt, 10 Milliarden Tonnen Ölequivalent, sowie Gold, Nickel und Diamanten enthalten. Die noch nicht erkundeten Vorräte von Kohlenwasserstoffen, die potentiell im russischen Meeresgrund lagern, werden mit 9-10 Milliarden Tonnen Einheitsbrennstoff bewertet. Deshalb wollen die Anrainerstaaten ihre Schelfzonen erweitern. Die Stellungnahme Russlands zu dieser Frage äußerte Außenminister Sergej Lawrow: „Wir sind der Meinung, dass nur die subarktischen Staaten die Frage der Teilung von der Arktis debattieren können. Andere Länder sind auch willkommen, Forschungen durchzuführen und Durchfahrten zu gestatten.“ Schon heute deckt die Arktis ca. 11 Prozent des Nationaleinkommens Russlands und 22 Prozent des gesamten russischen Exportvolumens. In dieser Region werden etwa 90 Prozent Nickel und Kobalt, 60 Prozent Kupfer, 96 Prozent Platinmetalle, 100 Prozent Baryt und Apatit gefördert. Die arktische Fischwirtschaft deckt 15 Prozent der gesamten Fischproduktion Russlands.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.


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