понедельник, 28 ноября 2011 г.

Status des South-Stream-Projekts

Im Projekt South Stream ist der Bau von neuen Gasleitungen vorgesehen, die Russland und die Europäische Union verbinden werden. Die endgültige Investitionslösung für das Projekt wird in 2012 erwartet. Das ist eigentlich ein „Punkt ohne Wiederkehr“. Ende 2015 wird der erste Gasleitungsstrang mit der Kapazität von ca. 16 Milliarden Kubikmeter in Betrieb genommen. Dann folgen noch drei Stränge. Ab 2018 soll der South Stream auf Hochtouren arbeiten. Europa wird dadurch 63 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr erhalten. 

Die Idee des South Stream ist im Laufe der russisch-italienischen Verhandlungen über die Möglichkeiten der Erweiterung vom gemeinsamen Gastransportprojekt nach Europa entstanden. In 2007 haben der russische energetische Konzern Gazprom und der italienische Erdöl- und Erdgaskonzern ENI ein Abkommen über strategische Partnerschaft und Bildung von gemeinsamer Gesellschaft unterzeichnet. In 2011 haben dem South-Stream-Projekt die Gesellschaften aus zwei anderen größten Staaten Europas – der französische EdF und der deutsche Wintershall - beigetreten. Die Abkommen über die Teilnahme am Projekt wurden damals schon mit Bulgarien, Serbien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Österreich unterzeichnet. Im April hat die Türkei, die früher die Idee der Gasleitung auf dem Boden des Schwarzen Meeres nicht unterstützte, dem Gazprom endlich ihre Zustimmung gegeben, die Forschungen für den Bau der Gasleitung durch das Meer zu beginnen. 

Die Gasleitungsstränge des South Stream werden auf dem Boden des Schwarzen Meeres aus Russland nach Bulgarien verlegt. Dann erfolgt die Verzweigung nach dem Norden und nach dem Süden. Der Nordzweig wird durch Serbien und Ungarn nach Österreich und durch Slowenien nach Norditalien geplant. Es wird die Möglichkeit betrachtet, Ableitungen nach Kroatien und Rumänien zu bauen. Der Südzweig soll durch Griechenland und das Adriatische Meer nach Süditalien verlegt werden. Die Tiefe des Meerabschnitts der Gasleitung wird ca. 2 km, die Gesamtlänge – 923 Kilometer betragen. Die Inbetriebnahme des ersten Strangs wird im Dezember 2015 geplant. Der Wert des Meerabschnitts wird als 10 Milliarden Euro, des Landabschnitts als 5,5 Milliarden bewertet. 

Die Europäische Union hat sich früher zum South Stream skeptisch verhalten und ihn für einen gefährlichen Konkurrenten dem Projekt Nabucco gehalten. Jetzt hat sich die Situation geändert. Erstens, befindet sich das Projekt Nabucco in der Phase eines klinischen Todes, trotz aller Präferenzen seitens der Europäischen Kommission. Es hat keine zuverlässigen Erdgasquellen gefunden. Und wenn es kein Gas gibt –gibt es auch keine Verträge mit den Käufern. Gibt es keine Verträge - gibt es auch keine Kredite für den Bau. Zweitens, wird Europa wegen des Atomenergieausstiegs, des „arabischen Frühlings“, der Vollendung des Investitionszyklus in Katar und des begrenzten Potential der Gaserzeugung in Norwegen bald keine benötigten Gasmengen erhalten. Der South Stream hat einen wichtigen Vorteil - Russland garantiert seine Auffüllung mit Gas. Und dieser Vorteil kann sich als entscheidend erweisen, sagt der Gazprom-Chef Aleksej Miller: 

„Wir kommen allen Verpflichtungen vor unseren Partnern in vollem Umfang und rechtzeitig nach; im 21. Jahrhundert können wir so viel Gas nach Europa liefern, wie es erforderlich ist. Zweifellos, wird der South Stream zur Antwort auf die heutigen energetischen Herausforderungen, auf den wachsenden Bedarf an Energieträgerimport, an Zuverlässigkeit und Notwendigkeit eines Übergangs zu den umweltfreundlicheren und sicheren Energiequellen wie das Erdgas. Das South-Stream-Projekt ist ein Zeugnis, dass die energetischen Strategien Russlands und der EU hinsichtlich der Notwendigkeit einer Diversifikation von Gastransportrouten vollständig übereinstimmen. Außerdem konkurriert unser Projekt mit niemandem, hat aber keine Finanzierungsprobleme, was auch nicht weniger wichtig ist." 

Die Gasverbrauchprognose in Europa beträgt 150 bis 200 Milliarden Kubikmeter zu 2030. Dazu braucht man neue Rohrleitungen. Der Nord Stream, durch den ab dem 6. September Probegaslieferungen angefangen sind, befördert 55 Milliarden. Der South Stream vermutet 63 Milliarden. Im Gesamten entspricht das den wachsenden Bedürfnissen in Europa. Die Teilnehmer haben für die Begründung der Umweltauswirkung in Übereinstimmung mit den UN-Vorschriften und internationalen Abkommen riesige Geldsummen ausgegeben. Sie setzen die ökologische Sicherheit des South Stream voraus. Die Erfahrungen im Bau von komplizierten technologischen Systemen, die minimale Auswirkung auf die Umwelt haben, sind schon vorhanden. Ein Beispiel dafür ist der Blue Stream auf dem Boden des Schwarzen Meeres. 

Im Mai 2011 hat Gazprom eine Präsentation des Projektes in Brüssel aufgeführt, auf der es bewiesen hat, dass hinter den schrecklichen Geschichten um das Projekt nichts steht. Im Ergebnis hat der EU-Kommissar für Energetik Günter Öttinger versprochen, dass den South Stream keine Beschränkungen und bürokratischen Hindernisse angehen werden. „Wir werden ehrliche Partner sein“ - versicherte der EU-Kommissar auf der South-Stream-Präsentation.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.

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