понедельник, 28 ноября 2011 г.

Perspektiven der Erweiterung des russischen Meeressektors in der Arktis

Die Gesamtfläche der russischen Arktis einschließlich Meeresraum beträgt 6 Mio. Quadratkilometer. Man behauptet, dass hier die meisten Vorkommen an Kohlenwasserstoff und anderen Rohstoffen lagern. Schon heute ergeben sich aus den Gewinnungsarbeiten in diesem Gebiet ca. 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und 22 Prozent des Exportvolumens der Russischen Föderation. Hier wohnen aber nicht weit über eine Million Menschen, darunter 136 Tausend Vertreter der indigenen zahlenmäßig kleinen Völker. Heutzutage besteht für Russland die Möglichkeit, sein arktisches Territorium wesentlich zu erweitern.

Dafür muss man beweisen, dass 1,2 Mio. Quadratkilometer des Meeresbodens zwischen den Neusibirischen Inseln und dem Nordpol (den zwei Unterseegebirgen Mendeleew- und Lomonossow-Rücken) Teil des Festlandsockels sind. Dann könnte Russland diesen Meeresbodenstück seiner ausschließlichen Wirtschaftszone anschließen und damit neue Öl- und Gasvorkommen erwerben (bis zu 5 Milliarden Tonnen Kohlenwasserstoff). Aber das Recht Russlands auf dieses Territorium muss man völkerrechtlich verankern. 2001 hat Russland den entsprechenden Antrag bei der UN-Seerechtskomission eingereicht, dennoch hielten die UNO-Experten die erbrachten Beweise für unzureichend. Die russischen Wissenschaftler mussten nun den arktischen Meeresboden weiter erforschen. Im August 2007 landeten zwei russische bemannte Mir-Tauchboote auf dem Meeresgrund am Nordpol in die Rekordtiefe von über vier Kilometer und setzten dort die russische Flagge ab. An der Tieflandung nahmen auch zwei Staatsduma-Abgeordnete , Mitglieder des „Einheitlichen Russlands“ teil. In den Massenmedien wurde bekanntgegeben, dass die neuen Wasser- und Bodenproben es für Russland ermöglichen, einen Antrag bei der UNO in der nächsten Zeit wieder einzureichen und sich die neuen arktischen Territorien zuzusichern. 

Ein Dossier, erstellt von der Zeitung „Krasnaja Swesda“ : Russland musste auch früher seine Rechte in der Arktis verteidigen. In den 20r Jahren des 20. Jahrhunderts beantragte auch Norwegen das Franz-Josef-Land. Die Norweger versuchten als erste ihre Flagge auf dem Archipel abzusetzen. Aber die Veranstalter haben der Expeditionsmannschaft Schiffe zur Verfügung gestellt, die für die Eisnavigation nicht geeignet waren und im Eis steckenblieben. 1930 wurde dort die sowjetische Fahne von der Expeditionsmannschaft unter der Leitung von Otto Schmidt aufgesteckt. Einige Jahre davor, im November 1924 veröffentlichte das Volkskommissariat ein Memorandum, in dem alle Inseln der östlichen Arktis aufgezählt wurden, die 1913-1914 von den russischen Wissenschaftlern entdeckt wurden. Es wurde auch erklärt, dass diese Inseln dem sowjetischen Territorium gehörten. Zwei Jahre später erklärte die Sowjetunion, dass die Grenzen ihres Meeressektors den Meridianlinien zwischen den Endpunkten der Kontinentalgrenze und dem Nordpol gleich sind. 

Das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen der Russischen Föderation sagte in seinem Kommentar bezüglich der Expedition „Arktika 2007“, dass sie auch den Antrag Russlands auf den Lomonossow-Rücken ermögliche und dass es ausreichend Angaben gebe, um den Lomonossow-Rücken in die russische ausschließliche Wirtschaftszone einzuschließen. Es wurde auch gesagt, dass die vorläufige Analyse des Modells der Erdkruste zeige, dass die Struktur der Rinde des Lomonossow-Rückens den weltweiten Analogen der Kontinentalerdkruste entspreche. Das bedeute, dass sie ein Teil des Festlandsockels Russlands sei. Es wurden die Endfristen der Forschungsarbeiten genannt: die Beweise über die Angehörigkeit des Lomonossow-Rückens dem Festlandsockel Russlands sollte man bis zum 1. Dezember 2007 vorbereiten. Dennoch stellte es sich im Laufe der obengenannten Sitzung der Meereskollegschaft heraus, dass die Vorbereitung eines neuen Antrages viel mehr Zeit in Anspruch nehmen wird. Laut dem Direktor des Wissenschaftlichen Forschungsinstituts für Ozeanologie sei es noch vorzeitig, die Endfristen der Forschungsarbeiten zu prognostizieren. Russland kann die Angehörigkeit des Meeresbodens zwischen den Neusibirischen Inseln und dem Norpol nicht früher als 2012 bei der UNO beantragen. Die Schwierigkeiten bei der Erstellung des Antrags sind in vieler Hinsicht von der Komplexität der wissenschaftlichen Aufgabe bedingt, die vor den russischen Geologen steht.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.

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