понедельник, 28 ноября 2011 г.

Ökorisiken für die Arktis. Neue Vorschläge zur Unfallversicherung für die Polarprojekte

Die Arktis spielt beim Bewahren des weltweiten Ökogleichgewichts eine sehr wichtige Rolle und hat die verschiedensten Funktionen in diesem Bereich. Zum Beispiel ist dieses Gebiet eine so genannte Wetterküche. Seine Klimaprozesse sind dynamisch und instabil; ihre Schwankungen führen unvermeidlich zum Klimawandel in der ganzen nördlichen Hemisphäre. Die Arktis verfügt auch über einmalige Flora und Fauna; ihr Verlust kann wiederum negative Folgen für das ganze Ökosystem haben. 

Wenn wir von der Entwicklung der Arktis sprechen, ist das Thema Umwelt nicht zu übersehen. Es muss eine ganze Reihe von Beschränkungen für die menschliche Tätigkeit in ihrem Gebiet eingeführt werden. Unter anderem muss man kostspielige ökofreundliche Technologien verwenden und strenge Betriebsdisziplin bewahren. Außerdem werden aufwändige Sanierungsarbeiten benötigt. 

Russland erforscht das Polargebiet schon seit langem. Im Vergleich zu Alaska, Nordkanada, Grönland und dem Norden Skandinaviens verfügt die russische Arktis über eine hohe Bevölkerung. Hier befinden sich 46 Städte und Dörfer mit je fünftausend Einwohnern und mehr – deshalb ist das Umweltproblem für Russland besonders aktuell. 

Auf dem Arktischen Forum in der Lomonossow-Universität im September 2010 versprach der russische Ministerpräsident Wladimir Putin: Kein arktisches Projekt wird umgesetzt, ohne dass man die ökologischen Anforderungen in Anspruch nimmt. Er bemerkte, dass „die Größe der Arktis mehr ergibt als die Erdöl- und Gasmengen, die wir dort fördern können“. 

Bei der interregionalen Konferenz in Jekaterinburg sprach die Partei ‚Geeintes Russland‘ von der Beseitigungsnotwendigkeit der weitreichenden arktischen Abfälle. Putin versprach wiederum „eine sog. Große Wäsche zu veranstalten, den Müll wegzuräumen und die Brennstoffe zu entfernen, die sich seit Jahrzehnten um Stationen, Militärbasen und Dörfer angehäuft haben“. 

Heute betrachten viele Ökologen die Kohlwasserstoffförderung in der Arktis mit großem Zweifel. Inzwischen ist es dank den neuen Technologien möglich, Förderungsarbeiten nach allen Ökostandards zu verrichten. Die ersten Polarprojekte haben das schon bewiesen: Im Rahmen des norwegischen Projekts Snohvit bohrte man zum Beispiel 350 m tief eine besondere Mündung, um Kohlendioxid abzupumpen, der dann in die Atmosphäre nicht gerät. 

Es beginnt die Förderung auf der russischen Priraslomnaja Bohrinsel, aber auch dort wird viel Wert auf ökologische Sicherheit gelegt. Zum Beispiel ist „Nullifikation“ der Abfälle garantiert. Das übrige Gas soll in Turbogeneratoren für Energieausarbeitung sorgen. Was die Bohrplatte selbst angeht, so sind ihre verpanzerten Seitenwände fürs Eis unüberwindlich; das seinerseits ist eine gute Sicherung gegen Brennstoffausfluss ins Meer, so der Leiter des Amts für Technik und Technologie der Ausarbeitung der Meeresfundstätten von Gazprom Wladimir Wowk: 

„Nichts ist von der früheren Ausstattung auf dem Stützteil der Fundstätte geblieben – alles ist neu. Diese moderne und einmalige Platte ist die erste Konstruktion in der Petschorasee, die eine große Bedeutung für die Fundstättenforschung hat. Sie enthält einen Lagerplatz für 120.000 Tonnen Erdöl; das gesamte Gebäude wiegt über 400.000 Tonnen. So kann es dem instabilen Klima widerstehen, denn diese Region ist über ein halbes Jahr lang mit Eis bedeckt. Eigentlich ist das keine Plattform, sondern eine Branche für die Förderung von siebeneinhalb Tonnen Erdöl, hundert mal hundert Meter breit.“

Gleich nach dem Unfall im Golf von Mexiko machte der Präsident Dmitrij Medwedew einige Vorschläge zur Vorbeugung derart Katastrophen. In einem Interview für die Wall Street Journal betonte er, es gebe keine internationale Rechtsnorm, die solche Unfälle verhindern könnte. 

Der Meinung des russischen Präsidenten nach ist das technisch nicht möglich; außerdem bleibt unklar, wer die Entschädigung übernimmt und ob der verantwortliche Konzern die nötigen Mittel dazu haben wird. Falls es an Finanzen mangelt, kann die Verantwortung kaum jemand tragen. Aufgrund dieser Probleme schnitt Medwedew die Frage der Risikosicherung an. 

Nachher, im Sommer 2010, trat der Präsident Russlands auf dem G-20-Gipfeltreffen mit der Initiative auf, internationale Förderungsmechanismen auf dem Festlandsockel mit entsprechenden Finanzinstrumenten zu organisieren. Aber eine Arbeitsgruppe für die Entwicklung internationaler Rechtsmechanismen erschien doch nicht. 

Russland beschloss seinen Ruf durch ein eigenes Beispiel zu festigen. In der Meldung an die Bundesversammlung stand, dass „bei der Bewertung der Rechtsorgane die Ökologie mitgezählt werden soll“. Auf Staatsratspräsidiumsebene wurden der Zustand der Staatsregierung im Naturschutzbereich und die Bioressourcen besprochen. Es entstand der Entwurf einer neuen Staatsstrategie für die „Ökologisierung“ der russischen Wirtschaft. 

Für die Folgenbeseitigung des Unfalls im Golf von Mexico gab die BP etwa elf Milliarden Dollar aus; noch ungefähr dreißig Milliarden ergab die Entschädigung für die Betroffenen. Diese Erfahrung wurde in Russland berücksichtigt. Zur Arbeit am russischen Festlandsockel werden nur die Konzerne zugelassen, die nach einem Unfall den Schaden vollständig aufkommen können. Diese und andere staatsbewilligte Abänderungen im Festlandsockelgesetz sollen Russland vor Katastrophen wie im Golf von Mexiko bewahren. Besonders wichtig ist es für die bevorstehenden arktischen Ausarbeitungen der KW-Stoff-Fundstätten. 

Ja, ökologisch gesehen ist die Arktis ein durchaus sensibles Gebiet. Dennoch lassen sich die Ökorisiken eigentlich minimisieren. Irgendwann muss man einfach mit der Erforschung beginnen – aber mit Vernunft und ohne Schaden für die Umwelt.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden sie hier.

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