понедельник, 28 ноября 2011 г.

Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 10

North Stream wird bald mit Erdgas befüllt. Die neue Pipeline mit einer Gesamtlänge von rund 1500 Kilometern wurde auf dem Ostseeboden von der russischen Stadt Wyborg bis zur deutschen Stadt Greifswald verlegt. Nach den Einschätzungen des Nord Stream-Konsortiums wird diese Rohrleitung ein Viertel des gesamten europäischen Gasbedarfs decken können. Es wurden bereits langfristige Verträge mit Abnehmern in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien unterzeichnet. Als Ressourcen-Quelle für die Pipeline ist das Juschnorusskoje-Gasvorkommen auf der Halbinsel Jamal im Westsibirien vorgesehen, später soll auch das große Stockman-Feld in der Barenzsee an das Netz angeschlossen werden.

Über Perspektiven dieses letzteren Vorhabens spricht der Direktor des Instituts für Erdöl- und Gasprobleme Anatoli Dmitrijewskij: 

„Heute ist die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf den arktischen Festlandsockel gerichtet. Innerhalb des Nordpolarmeeres und in dessen Randmeeren sind riesige Vorräte an Kohlenwasserstoff-Bodenschätzen konzentriert. Unsere Fachleute, die an Bord der „Professor Stockman“ unterwegs waren, haben das Vorkommen 600 Kilometer nordöstlich von Murmansk entdeckt. Seine erforschte Kapazität beträgt 3,7 Billionen Kubikmeter Erdgas, was ums 1,5-fache die Vorräte Norwegens übersteigt, welches der Hauptlieferant nach Europa ist. Unsere Partner bei der Stokman-Erschließung wurden das norwegische Unternehmen Statoil und französisches Total. Mit dem Treibstoff plant man die Nord Stream-Pipeline zu befüllen, außerdem soll dieser in verflüssigtem Zustand nach Südamerika, Indien und China transportiert werden. Der schnell wachsende Markt des Asien-Pazifik-Raumes kann zum Hauptabnehmer werden für unsere Flüssiggas-Industrie.“

Zunächst rechneten die Entwickler vor allem auf den US-amerikanischen Markt. Aber dieser wurde von amerikanischem Schiefergas erobert. Das Vertriebsproblem gibt es, und damit ist auch die Investitionsfrage im Stockman-Projekt verbunden, gibt Akademie-Mitglied Dmitrijewskij zu: 

„Die Partner erforschen den Gasmarkt sehr aufmerksam und sie berücksichtigen einfach alles, darunter das „Schieferfieber“, die russisch-ukrainischen Meinungsverschiedenheiten über den Gaspreis, Geschäftstätigkeitsindexe, das zurückgehende Wachstumstempo der Weltwirtschaft. All das sind Risiken, die den Investoren keinen Optimismus einflößen.“

Andererseits, glaubt man den Prognosen, so soll der europäische Gasbedarf in 20 Jahren um 150 Milliarden Kubikmeter steigen. Das teure Schiefergas, Solarzellen, oder Flüssiggas-Lieferungen aus Katar werden diese Lücke kaum füllen können. 

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.

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