понедельник, 28 ноября 2011 г.

Kann man vom „islamischen Gas“ sprechen?

Der Iran gab seine Pläne bekannt, sein Gas in die europäischen Länder zu liefern. Das kann der europäischen Gasroute Nabucco und dem russischen South Stream starke Konkurrenz leisten. Übrigens behaupten die Experten, dass dieses Projekt, wie profitabel es auch sein mag, aus politischen Gründen kaum in die Tat umgesetzt wird.

Der Iran, der Irak und Syrien haben ein vorläufiges Abkommen über die Verlegung der Transportroute vom iranischen South-Pars-Gasfeld, einem der größten Vorkommen der Welt. In der offiziellen Erklärung wird bemerkt, dass sich diese Route auf fünf Tausend Kilometer erstreckt und die Kosten 10 Milliarden US-Dollar betragen werden. Als ihren Absatzmarkt betrachten diese Länder Europa. Das iranische Gas wird über Libanon und die Mittelmeerregion nach Europa befördert. 
In Teheran macht man keinen Hehl daraus, dass das neue Projekt zu der Nabucco Pipeline, deren Bau von einem Firmenkonsortium aus Europa geplant ist, in dieser Region unmittelbare Konkurrenz schaffen wird. Es wird betont, dass die „islamische Ferngasleitung“ im Unterschied zu der europäischen Pipeline immer mit Erdgas versorgt sein wird. Selbstverständlich schenkt die iranische Regierung den Problemen, die mit Nabucco zusammenhängen, besondere Aufmerksamkeit. Früher wurde das iranische Gas als eine Versorgungsoption für die europäische Gasroute betrachtet. Aber offensichtlich hat man darauf verzichtet. 

Wenn man das aus rein wirtschaftlicher Hinsicht betrachtet, besteht die Möglichkeit, dass das iranische Gas für die europäischen Endverbraucher günstiger sein kann, als das Erdgas, das durch South Stream aus Russland oder Mittelasien geliefert wird. Experten meinen aber, dass hier die Politik die wichtigste Rolle spielt. Analytiker sind nicht sicher, ob man den iranischen Projekt als unmittelbare South Stream-Konkurrenz betrachten soll. 

Anscheinend wird der Schicksal der „islamischen Ferngasleitung“ nicht von ihrer wirtschaftlichen Nützlichkeit, sondern von dem Verhalten der europäischen Länder gegenüber der jetzigen iranischen Regierung abhängen. Wenn man diesen Faktor berücksichtigt, ist es einem klar, dass dieses Projekt keine Chancen hat. 

Rein wirtschaftlich ist dieses Projekt ziemlich attraktiv, denn das Exportvolumen nach Europa könnte 40 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erreichen. Außerdem wird sich auch Katar eventuell dem Projekt anschließen. Neben all den militärisch-politischen Risiken, die bis zur Inbetriebnahme der Pipeline 2014-2016 kaum verschwinden, muss man auch die Tatsache berücksichtigen, dass einer der Teilnehmer des Projekts der Iran ist. Das Verhalten der USA gegenüber dem Iran ist bekannt, sie haben Verbündete in Europa. Die Experten sind sicher, solange das jetzige Regime im Iran existiert, könnten einige Vorhaben in die Tat umgesetzt werden. 

In letzter Zeit haben die Europäer ihre Stellung gegenüber dem russischen Gas diametral verändert. Früher sprachen die Vertreter der Europäischen Union viel über die Notwendigkeit, Alternativen zu dem russischen Gas zu finden und erneuerbare Energiewirtschaft zu entwickeln. Nun mussten sie aus dem Schlaf erwachen. Es stellte sich heraus, dass diese Alternativen entweder zu teuer oder zu unsicher sind. Die Energie, die durch Windkraft und Sonnenenergie erzeugt wird, erwies sich als zu teuer. Der Investitionsaufwand bei der Erzeugung von Windenergie ist 2,5 bis dreimal so groß wie bei der Gasenergie. Die Windenergie kann nur mit staatlichen Subventionen die Gas-Konkurrenz schaffen. Neulich haben Spanien, Frankreich und Deutschland zugestanden, dass die Solarenergie die teuerste unter den erneuerbaren Energiequellen ist. In diesen Staaten ist es schon geplant, die Subventionen für Hersteller von fotovoltaischen Modulen und für Betreiber von Solaranlagen zu kürzen. Die Steuerermäßigungen werden auch zusammengestrichen. In diesem Zusammenhang meinen viele europäischen Experten, dass es für Europa keine Alternative zu den Gaslieferungen aus Russland gibt.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier. 

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