понедельник, 28 ноября 2011 г.

Gazprom und deutsche Unternehmen – Aussichten der Zusammenarbeit

Die deutsch-russische Zusammenarbeit im Bereich Energie betritt eine neue Ära der Entwicklung. Es gibt schon viele Beweise dafür. Anfang September hat der russische Konzern Gazprom Probelieferungen über die Gasleitung Nord Stream begonnen, der Russland und Deutschland bei Umgehung der „problematischen“ Ukraine verbunden hat. Diese Gasleitung ist eine prinzipiell neue Exportroute für russisches Gas nach Europa. Sie verläuft auf dem Boden der Ostsee von der Bucht "Portowaja" bis zur deutschen Küste in der Nähe von Greifswald. Zu den Aktionären des Nord Stream gehören zwei deutsche Gesellschaften – Wintershall Holding und E.On Ruhrgas.


Der Anfang der Gasbeförderung ist auf Ende dieses Jahres geplant. Im folgenden Jahr wird den zweiten, parallelen Rohrleitungsstrang beendet. Nach der Vollendung beider Stränge kann der Nord Stream 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr aus Russland nach Europa transportieren, was für die Brennstoffversorgung von 26 Millionen Haushalten reicht. Der Hauptkonsument des Gases wird Deutschland, das sind auch Frankreich, die Niederlande, Großbritannien, Dänemark und andere EU-Länder. 

In diesem Jahr ist auch ein anderes russisches Gasprojekt South Stream von den deutschen Geschäftspartnern unterstützt worden. Daran hat auch der deutsche Konzern BASF teilgenommen. Zusammen mit dem russischen Gazprom, dem italienischen ENI und dem französischen EDF wird BASF die Rohrleitung auf dem Boden des Schwarzen Meers verlegen. Dieser deutsche Konzern hat einen 15-prozentigen Anteil am Projekt erworben und hat für den Bau etwa 2 Millionen Euro bereitgestellt. 

Der Konzern ist in Russland gut bekannt, er arbeitet in diesem Lande seit fast ein halbes Jahrhundert - seit 1874, sagte der russische Ministerpräsident Putin auf dem Treffen mit der Konzernmanagement: 


"BASF arbeitet sehr aktiv und ist einer der führenden Investoren in die russische Wirtschaft. Sie nehmen am Nord Stream teil, und es freut mich, dass Sie sich für die Teilnahme auch am South Stream entschieden haben. Es ist angenehm zu bemerken, dass Ihre Teilnahme am South Stream auch von der deutschen Regierung unterstützt wird, ich meine die Stellungnahme der Bundeskanzlerin Frau Angela Merkel."


Die deutsche Partei hat es nicht vor, den Prozess in die Länge zu ziehen. Der Gazpromchef Alexej Miller und der Chef von BASF Jürgen Hambrecht haben erklärt, dass in den solchen großen Projekten es immer so geht: zuerst wird eine Absichtserklärung unterzeichnet, dann die Einzelheiten durchgearbeitet und erst danach wird ein Vertrag oder eine Vereinbarung vorbereitet. Das Letztere passiert dabei vor dem Ende des Jahres 2011, sagten die Unternehmenschefs. "Ich möchte hervorheben, dass in unserer Vergangenheit die Verträge unbedingt den Absichtserklärungen folgten. Sehen Sie mal, wie der Nord Stream geschaffen und entwickelt wurde. Jetzt beschreiten wir denselben Weg", - so Hambrecht. 

Die Inbetriebnahmefristen für den South Stream sind schon seit Langem bestimmt. Der Betrieb des ersten Gasleitungsstrangs fängt am 30. Dezember 2015 an. Mit voller Stärke wird der South Stream zu 2018 funktionieren. Die Gasleitung wird 63 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Europa befördern. 

Seit Jahrzehnte bleibt Russland ein sicherer Gaslieferant nach Europa. Die Teilnahme des weltweiten chemischen Giganten BASF am russischen Projekt ist ein weiterer Beweis dafür, bemerkte Wladimir Putin: 


"Das ist ein ernsthaftes Ereignis, und ein wichtiges, wenn wir alle Prozesse in Betracht ziehen, die heute auf den internationalen Energiemärkten vorkommen. Das ist ein Signal zur Stabilität". 


Der South Stream wird eine stabile Energieversorgung von ganz Europa garantieren. Aus Noworossijsk wird die Gasleitung auf den Boden des Schwarzen Meers sinken und schon in Europa – in bulgarischem Varna auftauchen. Übrigens, gibt es auch eine alternative Variante mit dem Ende der Gasleitung in Rumänien. Aus Bulgarien (oder Rumänien) wird ein Rohr nach Serbien, Ungarn und Slowenien, und ein anderes Rohr nach Griechenland und Italien verlegt. Mit diesen Ländern hat Russland schon Abkommen über den Bau des Landrohrstücks unterzeichnet. 

Der Erdgasverbrauch nimmt in der EU wieder zu, und dieser Trend findet mittlerweile kein Ende. Das Erdgas ist doch die reinste der fossilen Brennstoffe. Und im gesellschaftlichen Bewusstsein sieht es viel sicherer aus, als die Atomenergie. Außerdem ist das Gas billiger und zuverlässiger, als die erneubaren Energiequellen – was fürs Wirtschaftswachstum wichtig ist – und umweltfreundlicher als Erdöl und Kohle. Schließlich reichen die Erdgasvorräte für langfristige Planung der Energiebilanz auf Jahrzehnte hinaus. 

Russland verfügt über phantastische Erdgasvorräte. Zum Beispiel auf der nördlichen Halbinsel Jamal. Die Gasvorräte dieses riesenhaften Behälters werden in 360 Milliarden Kubikmeter pro Jahr bewertet, auf langfristige Perspektive dabei. Die zahlreichen und reichsten Gasfelder existieren in Sibirien und werden schon ausgearbeitet. Insgesamt betragen die nachgewiesenen Gasvorräte in Russland anderthalbmal so viel wie im Iran, über siebenmal so viel wie in Turkmenien und 9-10-mal so viel wie in solchen Ländern wie Nigeria, Algerien und Venezuela. Es fängt die Ausarbeitung der Gasfelder in der russischen Arktis an. Diese reichste energetische Vorratskammer der Welt enthält riesige Brennstoffressourcen der Zukunft. Europa braucht russisches Gas. Russland braucht Zusammenarbeit mit den europäischen Partnern. Der deutsch-russische energetische Dialog wird zu einem der Beispiele solcher Zusammenarbeit.


Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.

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