понедельник, 28 ноября 2011 г.

Die Militarisierung der Kaspischen Region

Die USA beabsichtigen, Russland in der Kaspischen Region einzudämmen, in dem sie zur Militarisierung der benachbarten Staaten beitragen. Grund dafür ist die „wachsende Bedeutung der Sicherheit am Kaspischen Meer in dieser an Öl und Gas reichen Region“.

Darüber wird offen in der amerikanischen Ausgabe EurasiaNet berichtet, die sich dabei auf Quellen im US-amerikanischen Außenministerium bezieht. Es geht vor allem um Unterstützung für die Marinestreitkräfte Aserbaidschans, Turkmenistans und Kasachstans. Die Ausgabe weist darauf hin, dass diese Staaten „vorhaben, ihre Marinestreitkräfte mehr oder weniger von Null aufzubauen“, obwohl Baku, Astana und Aschgabat im Kaspischen Meer eine recht eindrucksvolle Flotte vorzuweisen haben (insbesondere Aserbaidschan). Zudem wird bei einem Vergleich der Marinestreitkräfte in der Region deutlich, dass Aserbaidschan nur Russland den Vortritt lassen muss, aber deutlich vor Iran liegt. Längerfristig beabsichtigen so die Amerikaner, Aserbaidschan in die Nordatlantische Allianz einzubinden, um den Staat für seine Interessen zu missbrauchen. 

Weit weniger Aufmerksamkeit wird den anderen Staaten zuteil. Momentan ist noch nicht die Rede von einem möglichen Beitritt Turkmenistans zur NATO oder von gemeinsamen „Friedensmissionen“. Zusammen mit Turkmenistan wollen die USA gemeinsam im Rahmen des Programmes IMET die Ausbildung von einheimischen Marinesoldaten in englischer Sprache organisieren. Kasachstan hat für die USA auch nur zweitrangige Bedeutung. Das amerikanische State Department verkündigte die Absicht, die Marineluftwaffe des Landes modernisieren zu wollen, insbesondere die schon im Arsenal vorhandenen Hubschrauber amerikanischer Herstellung. 

Warum streben die USA bei solch einer Konfiguration eine weitere Militarisierung des Kaspischen Beckens an? Der erste Gedanke, der einem in den Kopf kommt, ist der Poker um die reichen Öl- und Gasreserven der Region. Im Weißen Haus gibt man des Weiteren zu: „ ein Schlag gegen die Öl- oder Gasinfrastruktur in der Kaspischen Region wäre ein Schlag für die Weltwirtschaft“. Höchstwahrscheinlich ist dies eine Anspielung auf das „Nabucco“- Projekt, mit dem die Energieressourcen der Region auf den westlichen Markt kommen und dabei die Energieabhängigkeit des Westens von Russland schwächen sollen. 

Offen wird zugegeben, dass dies nicht der erste Versuch der USA ist, die Entwicklung der Marinestreitkräfte der obengenannten Staaten zu unterstützen. Im Rahmen der Initiative „Kaspischer Schutz“ übergab Washington den Ländern Patrouillenboote. Doch nun ist die Sache aller Ansicht nach um einiges ernsthafter. Für die USA spielte das Kaspische Meer in ihrer geopolitischen Strategie eine immens wichtige Rolle. Sie versuchen nun, sich um jeden Preis in dieser Region festzusetzen. Und es geht hier nicht nur um die Kontrolle der regionalen Energieressourcen. Den Vereinigten Staaten ist dies von Vorteil, denn sie wollen weitere aggressivere Pläne gegenüber China, Russland und Iran umsetzen. Das Hauptaugenmerk ist hierbei auf Aserbaidschan gerichtet, mit dessen politischer Elite die USA besonders enge Kontakte geknüpft haben. Indem Amerika diesen und andere Staaten der Region in eine technisch-militärische Zusammenarbeit verwickelt, erlangt es somit enorme Einflussmöglichkeiten auf deren Politik. Falls die USA die notwendige Ausrüstung für die Flotten vollständig liefert, dann kann so auch die militärische Schlagkraft dieser Länder kontrolliert werden. Und wenn sich jemand nicht so verhält, wie es gerne das Weiße Haus hätte, wird damit gedroht, dass Ersatzteile und Munition nicht mehr geliefert werden. Die Verstärkung der Schiffsverbände ihrer Flotten im Kaspischen Meer verfolgen außer Russland ausschließlich alle kaspischen Anrainerstaaten, zudem mit einem viel schnelleren Tempo, als dies mit der Kaspischen Flotte Russlands geschieht. Gemäß den Rüstungsprogrammen der kaspischen Staaten soll bis zum Jahr 2015 die Anzahl an Kriegsschiffen bei einigen von ihnen steigen. Doch der Militarisierungstrend liegt auf der Hand. Es ist völlig offensichtlich, dass Länder, die irgendwelche militärische Bedrohungen in der Zukunft vorhersehen, sich gegenseitig aufrüsten. Eine solche Politik trägt offenkundig nicht zur Stabilität in der Region bei.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.

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