понедельник, 28 ноября 2011 г.

Die Aussichten der Schiefergaserzeugung in der EU: Mythen und bittere Wirklichkeit

Die sogenannte „Schieferrevolution“ hat einen Storm von Emotionen unter den großen Erdgasverbrauchern hervorgerufen. Die Europäische Union war auch keine Ausnahme. Die westlichen Medien zeichneten ein schönes Bild des Beginns von baldiger Massenschiefergaserzeugung, die zur Panazee von allen energetischen Problemen wird und die Europäer vor dem unvermeidlichen Wachstum des Erdgasimports schützen kann. 

Versuchen wir zu erklären, was das Schiefergas bedeutet. Fast überall in der Welt kann man Schichtsteine finden, die als „Schiefer“ bezeichnet werden. Sie enthalten große Mengen von Organik, die für Erdöl- und Erdgasbildung nötig ist. Tatsächlich gibt es Erdgas in diesen Schichtsteinen. Normales Methan nach der Struktur. Das Problem besteht darin, dass die normalen Gasfelder im sandigen Gestein liegen, während der Schiefer viel dichter ist und aus kleineren und härteren Partikeln besteht. Er lässt sich viel schwieriger bohren und die Erdgasvorräte solcher Gasfelder sind viel geringer. 

Das Schiefergas selbst ist nichts neuartiges – die erste Bohrung in Schieferschichten wurde noch im Jahr 1821 in New York, USA, von William Hart niedergebracht. Relativ bei der Schiefergasgewinnung waren die sogenannten horizontalen Bohrungen (die die Gasentnahmefläche von einem Bohrturm zu vergrößern helfen). Doch da die erste solche Bohrung erst in 2002 in den USA niedergebracht wurde, ist ihre Dauerfestigkeit fraglich. Die Fachleute verstehen, dass die Festigkeit einer vertikalen Bohrung viel höher ist, als einer horizontalen, aber es ist noch nicht, um wie viel. 

Zum Jahr 2010 erreichte die Schiefergaserzeugung in den USA 51 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Obwohl es eigentlich eine lächerliche Zahl ist – das ist kaum 8 Prozent von den Erzeugungsvolumen des russischen Gazprom – wurde es in den Medien großartig gefeiert und die größten Weltunternehmen bezahlten ca. 21 Milliarden Dollar für die mit der Schiefergaserzeugung verbundenen Aktiva. Und dann platzte diese neue Börsenblase. Es kam ans Licht, dass die amerikanischen Gasunternehmen die Erzeugungsvolumen und die nachgewiesenen Schiefergasvorräte überhöht und die Selbstkosten der Erzeugung untergetrieben hatten, um ihre Aktiennotierungen zu erhöhen. Das Ministerium für Energie der USA musste das gestehen, es wurde erklärt, dass die Kennzahlen hinterher angepasst werden. 

Ist der Export dieser zweifelhaften Revolution nach Europa möglich, oder ist die Schiefergaserzeugung ein endemisches Tier, das nur auf dem amerikanischen Kontinent lebt? 

Das Problem liegt hier sogar nicht in den Vorräten - obwohl in der EU keine objektive Einschätzung der Schiefergasvorräte durchführt worden ist. Die Optimisten können ja Recht haben und Europa kann wirklich über bedeutende Schiefergasvorräte verfügen. Aber auf dem Weg ihrer Erarbeitung gibt es mehrere schwerwiegende Hindernisse. 

Problem Nummer eins ist das horizontale Bohren. Dafür braucht man große unbewohnbare Gebiete. Die USA haben sie. Und Europa nicht. 

Problem Nummer zwei ist das Geld. Die Schiefergaserzeugung ist ein teures Vergnügen. Man muss immer neue Bohrungen niederbringen, riesige Wassermengen einsetzen, riesige Territorien benutzen. Und Europa träumt von einem billigen Gas, das ist bekannt. 

Problem Nummer drei ist das Folgende. Die Schiefergasfelder in den USA haben sich leicht und billig dem existierenden Erdgastransportsystem anschließen lassen. In Europa besteht ein ernster Mangel an inneren Gasleitungen. Die Schiefergasfelder liegen vorzugsweise fern von den existierenden Objekten der Infrastruktur. Diese Umstände bedeuten, dass das Schiefergas sogar in der Zukunft nur die lokale Nachfrage abdecken kann. 

In Europa funktioniert heute unter 100 Bohranlagen – zehnfach weniger, als in den USA zurzeit und fast zwanzigfach weniger, als in 2005-2008 - auf der Spitze des Schiefergasbooms. Man braucht viele Jahre und Einlagen, um die für den Durchbruch notwendige Technik anzusammeln. 

Die Schwachstelle der Schiefergaserzeugung ist aber Ökologie. Der hydraulische Schichtaufbruch ist ein Prozess, in dem in die Gesteine die Mischungen von Wasser, Sand und Chemikalien unter extrahohem Druck eingeführt werden. Der Druck führt zur Bildung der Risse, die das Erdgas ausreißen lassen. Der Radius der Risse kann Dutzende Meter erreichen. 

In der Regel sind die Flüssigkeiten, die beim hydraulischen Schichtaufbruch verwendet werden, krebserzeugend. Deshalb besteht eine besondere Gefahr, dass die giftigen Chemikalien in die Schichten gelangen, die trinkbares artesisches Wasser enthalten. In den USA gab es schon mehrere Skandale, die mit den Verletzungen der Vorschriften für Durchführung des hydraulischen Schichtaufbruchs seitens der größten Servicegesellschaften verbunden waren. Übrigens, verzichten sie mit Hinweis auf Geschäftsgeheimnis, die Zusammensetzung der verwendeten Reagenzien zu offenbaren. 

Im dichtbevölkerten Europa können die hydraulischen Explosionen zu einer Ökokatastrophe führen. Das war der Grund dafür, dass Frankreich im Juli als erstes Land ein Verbot für Schiefergaserzeugung erklärt hatte. Andere EU-Länder weigern sich solange auch, den Schiefer horizontal zu bohren. 

Die Schieferagiotage wurde in großem Maße von den skeptischen Prognosen über das künftige Erdgasdefizit hervorgerufen. Darüber hat beispielsweise eine der führenden internationalen Forschungsgesellschaften Wood Mackenzie mehrmals gesprochen. Von hier aus stammt auch die beharrliche Werbung der Schieferprojekte, die zur beabsichtigten Spekulation geworden ist, sagt Igor Tomberg, führender Experte des russischen Zentrums für energetische Forschungen: 

"Diese Sache mit dem Schiefergas wird bestimmt künstlich groß aufgemacht, damit beschäftigen sich solche Gesellschaften wie Wood Mackenzie. In Wirklichkeit steckt nichts hinter der Sache."

In den Gesprächen über das Schiefergas sind aber von einem Gesichtspunkt offensichtlich nützlich. Die Sache ist die, dass wenn die Europäer davon träumen, haben sie das Methan zu rehabilitieren, das in die Kategorie der verdächtigen Brennstoffe eingetragen worden ist. Wegen der Angst vor der wachsenden Abhängigkeit hat die EU für das traditionelle Erdgas verschiedene schreckliche Eigenschaften ausgedacht. Er wurde sogar für die globale Klimaerwärmung und Klimaveränderung verantwortlich genannt. Die Rehabilitierung des Gases wird natürlich ein Vorteil für Gaslieferanten sein. Und vor allem für Russland.

Den Text und den Ton dieses Beitrags finden Sie hier.

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