понедельник, 28 ноября 2011 г.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 10
North Stream wird bald mit Erdgas befüllt. Die neue Pipeline mit einer Gesamtlänge von rund 1500 Kilometern wurde auf dem Ostseeboden von der russischen Stadt Wyborg bis zur deutschen Stadt Greifswald verlegt. Nach den Einschätzungen des Nord Stream-Konsortiums wird diese Rohrleitung ein Viertel des gesamten europäischen Gasbedarfs decken können. Es wurden bereits langfristige Verträge mit Abnehmern in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien unterzeichnet. Als Ressourcen-Quelle für die Pipeline ist das Juschnorusskoje-Gasvorkommen auf der Halbinsel Jamal im Westsibirien vorgesehen, später soll auch das große Stockman-Feld in der Barenzsee an das Netz angeschlossen werden.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 9
Heute ist bei uns der Generaldirektor des Fonds Nationale Energiesicherheit Kostantin Simonow zu Gast. Konstantin, guten Tag!
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 8
Nach einer langen Stagnationsperiode, als der russische Energieverbrauch zurück ging und die Erzeugungskapazitäten gekürzt wurden und einer darauf folgenden nicht minder schwierigen Reform-Periode, als der Verbrauch anstieg, aber die Kapazitäten blieben, trat die russische Energiewirtschaft in eine neue Phase ein, die von einer großangelegten Aktion zum Bau von Erzeugungskapazitäten gekennzeichnet ist. Das sind größtenteils Wärmekraftwerke, darunter weiterhin überwiegend Gas-Wärmekraftwerke. Diese sind effizient und umweltfreundlich.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 7
Die Nachfrage erzeugt das Angebot. Dieses Axiom ist ganz und gar auf den Energie-Markt anwendbar. Laut Spezialisten, kommt die Situation, wo das Angebot besonders stark die Nachfrage überbietet, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika zum Vorschein, was auf die so genannte Schiefer-Revolution zurückzuführen ist.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 6
Das Projekt zum Bau des Pipeline-Netzes Nord Stream auf dem Ostseeboden sieht die Inbetriebnahme des ersten Stanges bereits in diesem Herbst vor. Später – bis 2013 – soll auch der zweite Strang gebaut und in Betrieb genommen werden. Ab diesem Zeitpunkt soll das Gesamtvolumen der russischen Erdgaslieferungen durch den Nord Stream nach Europa 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erreichen. Dabei hört man auch von Plänen, einen weiteren, dritten Strang zu verlegen.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 5
Wie einem jeden Land, ist es für Russland unvorteilhaft, seine Energie-Ressourcen billig zu verkaufen: In diesem Fall teilt der Staat ja seine natürliche Monopolrente mit den Abnehmern. Doch gerade das streben die Transitländer – die Ukraine und Weißrussland – an, die für sich Preisnachlass verlangen und Druckmittel einsetzen, und solche stehen ihnen ja bereit – schließlich wird Erdgas über ihr Boden nach Europa geliefert. In dieser Situation bekommt das Projekt „North Stream“ einen politisch-wirtschaftlichen Anstrich. Nachdem die beiden Pipeline-Stränge, die auf dem Ostsee-Boden verlegt wurden, in Betrieb genommen sind, wird Russland jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Europa liefern können – eine Menge, die vor dem Hintergrund heutiger Export-Verhältnisse sehr bedeutend erscheint: Über die Ukraine beispielsweise gehen jährlich 120 Milliarden Kubikmeter.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 4
Der Unfall auf dem japanischen AKW in diesem Sommer oder – wie manche Experten dieses Ereignis bezeichneten – der Fukushima-Kasus musste sich auf den Energiemarkt auswirken. Als der erste Schock vorbei war, sprachen die Spezialisten von einer Art Revolution: Zwar ertönten in Europa auch früher Aufrufe, auf Kernenergie zu verzichten, aber man richtete sich bis dahin nur nach Umweltansichten. Nun bekamen die Anfechter solcher Maßnahmen einen zusätzlichen Trumpf. Schließlich wurde mindestens in Deutschland das Vorhaben verkündet allmählich auf die Erzeugung der Atomenergie mithilfe von AKWs zu verzichten.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 3
Die Russen sind es gewohnt, dass ihr Land einer der wichtigsten Akteure auf dem Gasmarkt Europas ist. Dabei ist es bei weitem nicht der Einzige. Woher kommt sonst noch Gas in die Alte Welt? Wie groß sind ihre eigenen Vorräte? Gibt es Alternativen zu Erdgas?
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 2
Laut offiziellen Berichten hat der russische Konzern Gazprom im ersten Halbjahr 2011 sehr gute Exportergebnisse erzielt. Die Auslandslieferungen sind um 11 Milliarden Kubikmeter gewachsen. Und obwohl man noch nicht die Rekord-Zahlen von 2008 erreicht hat, es ist ganz und gar möglich, wenn die Abnahmen nach bestehenden Verträgen bis zum Winter unverändert bleiben. Dabei steigen die Gaspreise das ganze Jahr hindurch, und laut dem Gazprom-Chef Alexei Miller werden sie im vierten Jahresquartal knapp 500 US-Dollar je 1000 Kubikmeter Erdgas erreichen. Wie die Zeitungen berichteten, sollte es Gazprom gelingen, deine positive Entwicklung der Gasexporte und den Gaspreis bei 500 US-Dollar je 1000 Kubikmeter aufrechtzuerhalten, so würde man von einer Überwindung der Krise in den russischen Erdgaslieferungen nach Europa sprechen können.
Nord Stream: ein neues energetisches Fenster nach Europa. Teil 1
North Stream wird bald mit Erdgas befüllt. Bereits Ende Oktober beginnen über die Röhre des ersten Pipeline-Stranges direkte Gaslieferungen aus Russland an die europäischen Endverbraucher. Wie der russische Premier Wladimir Putin unterstreicht, ist das ca. 7,5 Milliarden Dollar Projekt „fast fertig“. Der russische Staatschef nannte South Stream ein „energetisches Fenster nach Europa“. Die Inbetriebnahme der Pipeline bereitet ein Ende der Transitländer-Diktatur, so der Ministerpräsident. Diese Bezeichnung gehe besonders die Ukraine und Polen an.
Warum die USA für den Südlichen Erdgaskorridor lobbyiren
Die energiewirtschaftliche Strategie der USA ist kein Geheimnis. Ihr Hauptpunkt besteht darin, dass der europäische Bedarf an Energieträgern weiterhin steigen wird, was zur größeren Abhängigkeit von russischen Energieressourcen und dadurch auch zu bestimmten Folgen für die Beziehungen zwischen Russland und Europa führen kann. In Washington ist man besorgt, dass Moskau die steigende Nachfrage nach Energieressourcen zur Stabilisierung seiner Beziehungen mit den westeuropäischen Ländern ausnutzen wird, sodass die USA ihre führende Position in der transatlantischen Region verlieren können.
Kann man vom „islamischen Gas“ sprechen?
Der Iran gab seine Pläne bekannt, sein Gas in die europäischen Länder zu liefern. Das kann der europäischen Gasroute Nabucco und dem russischen South Stream starke Konkurrenz leisten. Übrigens behaupten die Experten, dass dieses Projekt, wie profitabel es auch sein mag, aus politischen Gründen kaum in die Tat umgesetzt wird.
„South Stream“ vs. Nabucco: warum Nabucco gegen die Konkurrenz verliert
Russland als einer der wichtigsten Gaslieferanten auf dem Weltmarkt ist sich bewusst, welche Gefahr für sie von instabilen politischen Regimen in Transitstaaten ausgeht. Deswegen werden einige neue Transitrouten ausgearbeitet, die eine solche Abhängigkeit verringern und Lieferungen ohne Störung in die EU und andere internationale Märkte garantieren sollen.
Die Türkei als die neue Ukraine – Transitrisiken beim Transport von kaspischem Gas durch türkisches Staatsgebiet
Russland als einer der wichtigsten Gaslieferanten auf dem Weltmarkt ist sich bewusst, welche Gefahr für sie von instabilen politischen Regimen in Transitstaaten ausgeht. Deswegen werden einige neue Transitrouten ausgearbeitet, die eine solche Abhängigkeit verringern und Lieferungen ohne Störung in die EU und andere internationale Märkte garantieren sollen. In Europa gehören zu solchen Transitrouten die Gaspipelines „Nord Stream“, „South Stream“ und „Blue Stream“.
Turkmenisches Gas – warum Europa dieses nicht bekommt
Die südlichen Korridore und die Probleme der Kaspischen Region stehen traditionell im Zentrum unserer Aufmerksamkeit. Heute wollen wir uns ein weiteres Mal darüber unterhalten. Bei uns zu Gast ist Witalij Protasow, Bereichsleiter der Energieabteilung des Instituts für Energie und Finanzen. Witalij Sergejewitsch, ich freue mich, Sie bei der „Stimme Russlands“ begrüßen zu dürfen.
Die Militarisierung der Kaspischen Region
Die USA beabsichtigen, Russland in der Kaspischen Region einzudämmen, in dem sie zur Militarisierung der benachbarten Staaten beitragen. Grund dafür ist die „wachsende Bedeutung der Sicherheit am Kaspischen Meer in dieser an Öl und Gas reichen Region“.
Ökologische Probleme beim Bau einer Gaspipeline im Kaspischen Raum
Zu Gast im Studio ist Konstantin Simonow, Generaldirektor der Stiftung für nationale Energiesicherheit. Die Energiewirtschaft nimmt bei uns traditionellerweise einen zentralen Stellenwert ein. Insbesondere die transkaspischen Transitrouten.
Die Transkaspische Gaspipeline: juristische Hindernisse
In letzter Zeit entstanden einige konkurrierende Projekte, die auf den Transport von kohlenwasserstoffbasierten Energieträgern aus dem kaspischen Raum abzielen. Es startete ein eigenartiger Wettlauf, dessen Teilnehmer nur an das Eine denken: verringern die neuen Transportrouten die Energieabhängigkeit von Russland? Experten meinen, diese Herangehensweise sei kaum vernünftig, und ob diese ökonomisch sinnvoll sei, dürfe auch in Frage gestellt werden.
Die Hauptprobleme des Projekts „Südlicher Gaskorridor“: Warum der Bau von Nabucco hat immer noch nicht begonnen?
Das erste und wohl auch das Schlüsselproblem beim Verlegen der Gaspipeline „Nabucco“ stellt wohl die Rohstoffgrundlage dar, genauer gesagt ihre Abwesenheit.
Förderungsarbeiten in der Arktis. Ökologische Risiken. Teil 2
Wir setzen unser Gespräch mit dem stellvertretenden Direktor der Gesellschaft „Arktis und Weltozean“, dem Leiter des Labors „Schelf“ an der russischen staatlichen Universität für Erdöl- und Erdgasförderung Prof. Wassilij Bogojawlenskij.
Die Arktis zu erschließen, ist günstig
Heutzutage ist fast nichts von der Meinung geblieben, die in den 90er Jahren weit verbreitet war, nämlich: Es ist ungünstig, die Arktis zu erschließen. Dabei wurden die wissenschaftlichen Angaben nicht berücksichtigt, die bestätigten, dass die russische Arktische Zone reich an Bodenschätzen ist, die zurzeit nur teilweise erkundet sind. Nun werden Akzente anders gesetzt und die russischen Gas- und Ölriesen haben bereits mit der Erschließung der Arktis angefangen.
Neue technologische Mittel und Technologien zur Erschließung neuer Kohlenwasserstoffvorkommen in der Arktis
Die Arktis nimmt circa 6 Prozent der Eroberfläche ein, aber im Inneren kann sie mehr als ein Viertel aller Kohlenwasserstoffe der Welt verbergen. In Bezug auf gemeinsame geologische Forschungen der USA und Dänemark, gibt es in der Arktis mehr als 100 Milliarden Tonnen potenziellen Treibstoffs: 30% der gesamten unverfahrenen Gasvorkommen und 13% Erdölvorkommen befinden sich in der Schelfzone der Arktischen Meere, in einer Tiefe von etwa 500 Metern. Die potenziellen Bestände von Öl und Gas der Arktis übertreffen die Ressourcen jeder Küstenregion der Welt, die Vorbestände von Kohlenwasserstoffen in der Arktis sind weitaus größer als in allen Meeren Russslands. Die arktischen Vorkommen befinden sich in geologisch günstigen Zonen.
Der Nördliche Seeweg. Die Perspektiven
Im DA Studio werden wir in nächster Zeit über die Richtungen sprechen, auf die sich Russland bei der Erschließung des arktischen Schelfs konzentriren sollte. Mit dieser Frage wird uns unser Gast helfen. Es ist Vasilij Bogojavlenskij, Stellvertretender Direktor für Wissenschaftliche Fragen des Projekts „Arktis und das Weltmeer“, Leiter des Labors „Shelf“ der Russischen Gubkin Universität für Öl und Gas und Doktor der Ingenuerwissenschaften.
Neue Vorschläge zur Versicherung von Havarierisiken bei großen Arktisprojekten
Die Prognose bezüglich der Umweltveränderungen, die mit der Förderung von Kohlenwasserstoffen verbunden sind, geht von Folgendem aus: der Notwengigkeit der Untersuchung des Klimawandels, der Umweltverschmutzung und sieht die Ausarbeitung von Daten aus, die Veränderungen zeigen, auserdem Ökomonitoring, und die Entwicklung von Methoden zur Modellierung, Analyse und Kontrolle von Risiken mit Nutzung von Geoinformationstechnoligien-und-Systemen.
Förderungsarbeiten in der Arktis. Ökologische Risiken
Heute sprechen wir mit unserem Gast, dem Leiter des Fonds für Nationale Energiesicherheit Konstantin Simonow, über das Schicksal der Pipelines „Nabucco“ und „South Stream“, die Perspektiven der Ausarbeitundg der Kohlenwasserstoffvorkommen in der Arktis und über die Transkaspische Gasleitung. Konstantin Wassiljevitch, wie sehen die ökologischen Risiken vom Standpunkt der Förderarbeiten in der Arktis aus?
Die Militarisierung der Arktis. Aussichten für die Schaffung der arktischen Truppen. Kriegsübungen in der arktischen Zone
Im Hintergrund der geopolitischen Kämpfe in Afrika, Asien und im Nahen Osten blieb die neue Spirale des Wettlaufs um die Arktis unbeachtet. Man ist schon daran gewöhnt, dass alle Ränke um den Arktischen Rat geschmiedet werden. Dieses Verwaltungsorgan wurde 1996 geschaffen, um territorielle Streite unter den subarktischen Staaten zu regeln.
Vorläufige Erforschung der Vorräte auf dem arktischen Festlandsockel. Ergebnisse der geologischen Erkundung
Russland ist in der neuen Phase der Erschließung von der Arktis und macht seine ersten Schritte auf diesem Gebiet. Bisher war die Ausbeutung der Ressourcen in dieser Region aus verschiedenen Gründen eingeschränkt, darunter auch aus mangelnden Investitionen. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass in der nächsten Zukunft die Arktis eine der wichtigsten industriellen Drehscheiben sein wird. Im Küstenmeer und in der Tiefsee wurden die größten Vorkommen an Kohlenwasserstoff entdeckt. Laut den vorhandenen Angaben betragen die Vorkommen im Norden von Jamal, auf der Gydansk Halbinsel, in der Obbucht und in der Tasow Halbinsel sowie auf dem Festlandsockel der Karasee bis zu 7 Milliarden Tonnen. Der Weltkampf um die arktischen Ressourcen ist schon ausgebrochen.
Perspektiven der Erweiterung des russischen Meeressektors in der Arktis
Die Gesamtfläche der russischen Arktis einschließlich Meeresraum beträgt 6 Mio. Quadratkilometer. Man behauptet, dass hier die meisten Vorkommen an Kohlenwasserstoff und anderen Rohstoffen lagern. Schon heute ergeben sich aus den Gewinnungsarbeiten in diesem Gebiet ca. 20 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und 22 Prozent des Exportvolumens der Russischen Föderation. Hier wohnen aber nicht weit über eine Million Menschen, darunter 136 Tausend Vertreter der indigenen zahlenmäßig kleinen Völker. Heutzutage besteht für Russland die Möglichkeit, sein arktisches Territorium wesentlich zu erweitern.
Das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen. Strategien der meisten Anrainerstaaten.
Die Arktis ist die nördliche zirkumpolare Erdregion. Ihre Fläche beträgt 27 Mio. Quadratkilometer, wenn die südliche Tundra für die Abgrenzung der Region im Süden maßgebend ist. An der arktischen Region grenzen fünf Staaten: Russische Föderation, die USA, Kanada, Dänemark und Norwegen. Es ist historisch bedingt, dass jedem der Anrainerstaaten ein Sektor des arktischen Territoriums zugeordnet ist, das sich aus einer gradlinigen Verbindung ihrer östlichen und westlichen Grenzen mit dem Nordpol ergibt.
Russische Ölprojekte in der Arktis
Ein Fünftel Russlands liegt in der arktischen Zone. Zieht man die rauen Klima-Bedingungen nicht in Betracht, so liegen darin auch gewisse Vorteile, die sich besonders im 21. Jahrhundert bemerkbar machen. Unter den dicken Eis- und Wasserschichten lagern Schelf-Vorräte an kohlenwasserstoffhaltigen Bodenschätzen.
Nach Einschätzungen russischer Wissenschaftler sind es ca. 100 Milliarden bedingte Tonnen Gas und Öl. Es ist riesige Ressourcen, wenn man bedenkt, dass alle auf dem russischen Boden geförderten Ölvorräte etwa 7-8 Milliarden Tonnen ausmachen. 85 Prozent russischen Schelfs entfällt ausgerechnet auf Nordmeere. Und das heißt, dass die russische Arktis künftig eine der führenden Gas- und Ölförderregionen werden kann.
Nach Einschätzungen russischer Wissenschaftler sind es ca. 100 Milliarden bedingte Tonnen Gas und Öl. Es ist riesige Ressourcen, wenn man bedenkt, dass alle auf dem russischen Boden geförderten Ölvorräte etwa 7-8 Milliarden Tonnen ausmachen. 85 Prozent russischen Schelfs entfällt ausgerechnet auf Nordmeere. Und das heißt, dass die russische Arktis künftig eine der führenden Gas- und Ölförderregionen werden kann.
Russische Gasprojekte in der Arktis
Die Arktis ist eine der aussichtsreichsten Regionen Russlands. Unter prioritären nationalen Projekten ist auch die Erschließung des Stockman-Gaskondensat-Feldes. Dieses liegt im Zentralteil der Schelfzone des russischen Sektors in der Barenzsee, etwa 600 Kilometer nordöstlich von Murmansk. Die Meerestiefe variiert in dieser Gegend von 320 bis 340 Meter.
Nach seinen erkundeten Erdgasvorräten zählt das Stockman-Feld zu den zehn größten Vorkommen der Welt. Es zählt ca. 4 Billionen Kubikmeter blauen Treibstoff und etwas 56 Millionen Tonnen Gaskondensat. Erstes Gas wird dort noch vor Ende 2016 gewonnen.
Nach seinen erkundeten Erdgasvorräten zählt das Stockman-Feld zu den zehn größten Vorkommen der Welt. Es zählt ca. 4 Billionen Kubikmeter blauen Treibstoff und etwas 56 Millionen Tonnen Gaskondensat. Erstes Gas wird dort noch vor Ende 2016 gewonnen.
Der Nördliche Seeweg: Perspektive seiner Nutzung
Die Entwicklung der Arktis bedeutet nicht nur neue Durchbrüche in der Förderung der Bodenschätze. Es ist auch eine neue Seite der Geschichte der internationalen Transporte. Einen bedeutenden Platz nimmt hier die Schaffung eines vollwertigen Nördlichen Seeweges, der die kürzeste Route zwischen dem europäischen Teil Russlands und dem Fernen Osten darstellt. Dieser führt über die Seen des Nordpolarmeers (Barenzsee, Karasee, Ostsibirische See und Tschuktschensee) und teilweise auch über diese des Pazifiks, nämlich über das Beringmeer. Der Nördliche Seeweg bedient nicht nur alle Häfen der russischen Arktis und der großen sibirischen Flüsse, denn er kann auch als Verbindungsweg zwischen den Ländern im asiatisch-pazifischen Raum genutzt werden.
Ökorisiken für die Arktis. Neue Vorschläge zur Unfallversicherung für die Polarprojekte
Die Arktis spielt beim Bewahren des weltweiten Ökogleichgewichts eine sehr wichtige Rolle und hat die verschiedensten Funktionen in diesem Bereich. Zum Beispiel ist dieses Gebiet eine so genannte Wetterküche. Seine Klimaprozesse sind dynamisch und instabil; ihre Schwankungen führen unvermeidlich zum Klimawandel in der ganzen nördlichen Hemisphäre. Die Arktis verfügt auch über einmalige Flora und Fauna; ihr Verlust kann wiederum negative Folgen für das ganze Ökosystem haben.
Militarisierung der Arktis. Perspektiven einer arktischen Armee. Kriegsausbildung in der Arktis-Zone
Die Arktis gilt längst nicht mehr als ‚tote Zone‘. Unter der endlosen Eisfläche verbergen sich sieben Prozent der zurzeit entdeckten Erdölvorräte und ein Drittel des ganzen Gases sowie Mengen von Gold, Diamanten und anderen Rohstoffen. Nach wissenschaftlichen Vorhersagen geben Klimawandel und Eiskappenschmelzen die wertvollsten Polarressourcen frei.
Vorläufige Erforschungen der Vorkommen der Küstenstufe. Ergebnisse der jüngsten geologischen Arbeiten in der Arktis
Im Laufe des letzten Jahrzehntes hieß es, die Arktis verfüge über 20 Prozent der gesamten Erdöl- und Gasvorkommen. Heute haben die Experten allerdings einen guten Grund zu vermuten, dass es im Polargebiet viel größere Rohstoffvorkommen zu finden gibt.
Perspektiven zum Anwachsen des russischen Polarsektors
In der Arktis befindet sich – so die Experten – über ein Viertel der gesamten Erdöl- und Gasvorkommen der ganzen Welt. Deshalb werben alle ans Polarmeer grenzenden Länder – neben Russland und Norwegen sind es Dänemark, Kanada und die USA – um eine aussichtsvolle Entwicklung dieses Gebiets. Inzwischen wollen auch manche weit entfernte Länder wie China, Japan, Malaysia und Thailand etwas davon abbekommen.
Das Seerechtsübereinkommen und die Arktis
Die Erde wird von einer Welle Energie-Hunger überschwemmt. Die Anfrage an Energieträger wächst, es gibt immer weniger zugängliche KW-Stoffe und immer härtere Konkurrenz. Man ist gezwungen, Fundstätten zu entwickeln, die früher als ungünstig gegolten hatten. Nun schielen die Staaten nach dem größten Rohstoffhauptlager: der Arktis.
South Stream vs. Nabucco: Warum verliert Nabucco das Spiel?
Für die EU ist die Diversifikation der Gaslieferung nach wie vor einer der Schwerpunkte ihrer Energetik-Strategie. Für deren Verwirklichung wurden zum größten Teil Politikressourcen verwendet. Allerdings hat diese Strategie ein Nachteil – nämlich die Angst, in Energetik-Abhängigkeit von Russland zu geraten. Ein Paradebeispiel dafür ist die Konkurrenz zweier Projekte: South Stream und Nabucco. Das eine soll einen neuen Gaslieferungskanal für den EU-Markt bilden; das andere sorgt für einen alternativen Kanal, und zwar aus dem Gebiet Kaspisee, Mittelasien und Nordafrika.
Türkei als neue Ukraine: Transitrisiken der kaspischen Gaslieferungsprojekte
Alle Projekte zur Lieferung des Kaspigases stoßen irgendwann auf das Transitproblem. Dabei korrespondieren die Risiken unvermeidlich, weil es auf dem Weg zum Markt mehrere Länder zu überqueren gibt. Das South-Stream-Projekt hat drei komplizierte Transitflächen – nämlich Türkei, Kaspisee und Aserbaidschan. Zurzeit lässt sich das türkische Transitproblem fast genau so schwer lösen wie die Regelung des Kaspisee-Status, meint der Politikwissenschaftler Sergej Tschernjachowskij:
Turkmenisches Gas – warum Europa es nicht bekommt
Die Europäische Union ist auf der Suche nach verlässlichen Erdgasquellen für den „Südlichen Korridor“ mit einer ganzen Reihe von Problemen konfrontiert. So gibt es leider zu wenig aserbaidschanisches Gas, auf das die Europäer doch so sehr gezählt hatten. Im Verlauf des nächsten Jahrzehnts ist die Aussicht auf Steigerung der Fördermengen durch die kaspische Schelflagerstätte Shah-Deniz mit 16 Milliarden Kubikmetern äußerst bescheiden.
Militarisierung der Kaspiregion
Das Kaspische Meer raint an fünf Staaten an: Das sind Russland, Kasachstan, Turkmenien, der Iran und Aserbaidschan. Die Unstimmigkeiten, die es zwischen den Ländern eine Menge gibt, können darauf zurückgeführt werden, dass der juristische Status des Meeres immer noch nicht geregelt ist.
Die Seiten schreiten in dieser Frage leider nur langsam voran, meint der Politikwissenschaftler Sergej Tschernjachowskij:
Die Seiten schreiten in dieser Frage leider nur langsam voran, meint der Politikwissenschaftler Sergej Tschernjachowskij:
Öko-Probleme des Gasleitungsbaus an der Kaspisee
Der ökologische Zustand der Kaspisee erregt in letzter Zeit immer mehr Sorgen. Dieses weltgrößte Innenbecken ist mit keinem Ozean verbunden und nimmt eine Fläche von über 370 Quadratkilometern ein. Das ist ein eigenartiges Gebiet mit seiner einmaligen Naturspezifik. Darin münden ca. 130 Flüsse, der größte von ihnen ist die Wolga – ihr Wasseranteil beträgt etwa 75 Prozent des kommenden Wassers.
Die transkaspische Gasleitung und deren Rechtshindernisse
Das Nabucco-Projekt setzt den Bau einer transkaspischen Gasleitung aus Aserbaidschan und Turkmenien durch den Kaspiseegrund voraus. Inzwischen ist die Umsetzung dieser Idee noch eine große Frage. Experten meinen, dass Ökorisiken für ein einmaliges geschlossenes Meer wie zurzeit die Kaspisee zu groß sind. Strikt gegen dieses Projekt sind Russland und der Iran; das Problem ist aufs Engste mit dem Thema Rechtsstatus der Kaspisee verbunden.
Der Handel um aserbaidschanischen Erdgas
Die Europäische Union träumt schon mehrere Jahre über den „Südlichen Korridor“, der eine Konkurrenz für das russische Erdgas darstellen könnte. Das Problem besteht darin, dass er immer wieder keine Verträge mit den Gaslieferanten der Kaspischen Region schließen kann. Die größten Hoffnungen werden auf Aserbaidschan gesetzt. Baku hat sich aber bisher nicht entschieden, wohin es das Erdgas liefern wird. Das führt zu neuen Risiken für Nabucco, so Konstantin Simonow:
Hauptprobleme des „Südlichen Korridors“: warum wurde der Nabucco-Bau nicht begonnen
Der „Südliche Korridor“ wurde für die Europäische Union zur fixen Idee. Sie entstand wegen Angst vor der Abhängigkeit vom russischen Rohstoff. Nach seinem Charakter ist er eine Art Sammelgestalt aller Gaslieferungsprojekte aus dem Kaspischen Region und Nahen Osten über die Türkei nach Europa. Das Prioritätsprojekt unter ihnen ist die Nabucco-Gasleitung. Obwohl es schon mehrere Jahre besprochen wird, geht die Verwirklichung dieses Projektes sehr langsam vor. Ein Grund dafür ist die Abwesenheit von Ressourcen für die Auffüllung der Gasleitung, sagt Konstantin Simonow, Generaldirektor des Fonds für energetische Sicherheit:
Die Aussichten der Schiefergaserzeugung in der EU: Mythen und bittere Wirklichkeit
Die sogenannte „Schieferrevolution“ hat einen Storm von Emotionen unter den großen Erdgasverbrauchern hervorgerufen. Die Europäische Union war auch keine Ausnahme. Die westlichen Medien zeichneten ein schönes Bild des Beginns von baldiger Massenschiefergaserzeugung, die zur Panazee von allen energetischen Problemen wird und die Europäer vor dem unvermeidlichen Wachstum des Erdgasimports schützen kann.
Status des South-Stream-Projekts
Im Projekt South Stream ist der Bau von neuen Gasleitungen vorgesehen, die Russland und die Europäische Union verbinden werden. Die endgültige Investitionslösung für das Projekt wird in 2012 erwartet. Das ist eigentlich ein „Punkt ohne Wiederkehr“. Ende 2015 wird der erste Gasleitungsstrang mit der Kapazität von ca. 16 Milliarden Kubikmeter in Betrieb genommen. Dann folgen noch drei Stränge. Ab 2018 soll der South Stream auf Hochtouren arbeiten. Europa wird dadurch 63 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr erhalten.
Ressourcen des South Stream – wo soll das Gas herkommen?
In der Konkurrenz der Gasleitungsprojekte South Stream und Nabucco ist die Schlüsselfrage nach wie vor die Quelle des Gases, mit dem sie gefüllt werden. Bis jetzt gibt es im Projekt Nabucco keine klare Antwort auf diese Frage. Mit den Ressourcen des South Stream, im Gegenteil, ist alles klar genug, weil Russland, sogar nach Schätzungen der westlichen Analytiker, der absolute Leader nach den weltweit bewiesenen Erdgasvorräten ist.
Erdgas für Europa: langfristige oder Spotverträge?
Die Spotverträge über Erdgaslieferungen werden Europa mit billigem Gas versorgen. Diese Meinung verbreitet sich unter den europäischen Verbrauchern, die aktiv nach einem Ausweg aus der schwierigen Energiemarktsituation in der EU suchen. Können die Spotverkäufe zur Panazee für die europäische Energetik werden? Sie haben ja auch Vor- und Nachteile, wie die langfristigen Verträge.
Der Nord Stream ist wahr geworden
Der Nord Stream ist wahr geworden. Der erste Gasleitungsstrang wurde am 6. September in Betrieb genommen. Jetzt geht durch die Röhre das „technologische“ Erdgas, womit die Sicherheit des Systems geprüft wird. Doch bereits im November bekommt die deutsche Partei die ersten Kubikmeter russischen Erdgases. Der zweite Strang soll ab 2012 funktionieren. Russland ist bereit, auch den dritten und ggf. den vierten Gasleitungsstrang des Nord Stream zu bauen. Ist es aber sinnvoll? Hoffen die Käufer auf dieses Gas?
Das dritte EU-Energiepaket, Projekte OPAL und NEL
Das Dritte Energiepaket – Panazee für das Energiesystem Europas. Die EU-Führung versucht darin Europäer zu überzeugen. Die Europäische Kommission zeichnet vor der Bevölkerung schöne Aussichten: die neuen Regeln bringen Konkurrenz auf den europäischen Erdgasmarkt und, als Folge, senken wesentlich die Gaspreise. Wie nah ist dieses Bild der Realität?
Gazprom und deutsche Unternehmen – Aussichten der Zusammenarbeit
Die deutsch-russische Zusammenarbeit im Bereich Energie betritt eine neue Ära der Entwicklung. Es gibt schon viele Beweise dafür. Anfang September hat der russische Konzern Gazprom Probelieferungen über die Gasleitung Nord Stream begonnen, der Russland und Deutschland bei Umgehung der „problematischen“ Ukraine verbunden hat. Diese Gasleitung ist eine prinzipiell neue Exportroute für russisches Gas nach Europa. Sie verläuft auf dem Boden der Ostsee von der Bucht "Portowaja" bis zur deutschen Küste in der Nähe von Greifswald. Zu den Aktionären des Nord Stream gehören zwei deutsche Gesellschaften – Wintershall Holding und E.On Ruhrgas.
Europa nach Fukushima: Ende der „Atomrenaissance“
Die „Atomrenaissance“ in Europa ist kaum angefangen und schon zu Ende. Die jüngsten Ereignisse in Japan – das Erdbeben und der darauffolgende Unfall am AKW Fukushima Dai-ichi – erweisen sich als fatal. Heute gibt es eine reale Alternative für Atomenergie – das Erdgas, und einer der Hauptlieferer davon ist Russland. Sind die europäischen Politiker imstande, die Angst vor der mythischen „energetischen Abhängigkeit“ von Moskau zu überwinden?
Situation auf dem europäischen Markt
In den nächsten Jahrzehnten ist kein Überfluss des billigen Erdgases auf dem europäischen Markt zu erwarten. Die Gaspreise in Europa haben in den letzten Jahren immer gesunken: die Nachfrage schrumpfte, das Erdgas wurde durch Atomenergie und alternative Energiequellen ersetzt, ganz zu schweigen von der wesentlich erhöhten Konkurrenz unter den Herstellern. Die Welle der „Atomrenaissance“ zerschlug sich aber gegen die japanische Fukushima-Tragödie, und der Wind und die Sonne können ohne Hilfe des Atoms den Energiebedürfnissen Europas nicht nachkommen. Die Meinung von Analysten ist eindeutig: wie immer Brüssel nach Minimierung der Gaseinkäufe in Russland strebt, sind die EU-Länder in übersehbarer Zukunft auf Erdgaslieferungen aus Russland angewiesen.
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